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Meine Schändung

 

8.1) Reden, reden, reden

13 Jahre nachdem ich meinen Zwillingsbruder das letzte Mal gesehen hatte, klingelte ich an seiner Haustür. Er fragte, was es gebe, und ich sagte, ich wolle mit ihm reden. Er antwortete, dass es nichts zu reden gebe. Ich fragte ihn, was ich ihm getan hätte. Er antwortete, ich hätte ihm nichts getan aber ich solle bitte jetzt gehen.

Wenn er wüsste, was es da noch alles zu reden gäbe. Wenn man einer Person nichts getan hat und trotzdem niemand mit einem reden will, dann scheint doch da einiges nicht zu stimmen.

Kürzlich war ich in Kleve, um mit meiner Nichte zu reden. Auch sie lehnte ein Gespräch mit mir ab, obwohl ich niemals irgendwelche Differenzen mit ihr gehabt habe. Die Schänderbande hat sie alle manipuliert.

Meine Nichte Esther war 2 Jahre und ich war schon im Behindertenkreis und auf Besuch in meinem Elternhaus. Als Esther mich sah, strahlte sie. Ich sagte: „Na du!“ Und sie sagte: „Na du!“

Mein Vater grinste nur dreckig und hämisch, er wusste damals schon, dass er unsere Liebe zerstören würde. So hat er mir immer alles genommen. Eine ältere Schänderin hat einmal auf mich gemünzt gesagt: „Der hat ja überhaupt nichts.“ Ich hatte niemals so etwas wie Liebe erfahren. Ich hatte nie so etwas wie wirkliche Verwandtschaft. Nie hielt jemand wirklich zu mir. Wenn ich überhaupt je Verwandtschaft gehabt habe, dann waren es meine Nichte und mein Neffe, als sie noch Kinder waren. Meine Nichte war der einzige Mensch, der mich mal von ganzem Herzen lieb hatte. Sie sagte ‚mein Dieter‘ oder auch öfter ‚Papa Dieter‘ zu mir. Dann beschwerte sie sich, dass ich immer nur 2 Tage blieb (länger konnte ich es in Reckershausen nicht aushalten). Als ich zurückfragte, ob ich länger bleiben solle, sagte sie: „Ja, Hunderttausend Jahre“.

Auch mein Neffe hatte mich lieb. Er ging mir immer mit dem Gehwagen nach und rief: „Dieter ist lieb.“ Als ich 1988 in Kanada war, fragte er oft, wo ich geblieben sei und wann ich wiederkommen würde. Im Alter von 5 oder 6 Jahren wünschte er sich, dass ich sein Patenonkel werde.

Als ich dann von meiner Schändung erfuhr, erzählten die Schänder ihnen, dass ich mir das alles nur einbilden würde und so kam es, dass sie sich nicht mehr mit mir unterhalten wollten. Dennoch hat ihre Kindheit dazu beigetragen, dass ich eine ausgeglichene Beziehung zu Kindern bekam. Die Schänderbande, vor allem Otmar Wies, schreckte nicht davor zurück, mir den Kinderschänder anhängen zu wollen. So sagte Otmar Wies zu Bettina Keim: „Wie kannst du den Dieter ins Haus lassen, der vergreift sich noch an deinem Kind.“ Aber diese Diffamierung traf mich nicht wirklich, ich entwickelte keine Ängste und das verdanke ich vor allem meiner Nichte Esther.

Die Familie Rickus und vor allem ihr Schwiegersohn, Friedhelm Keim, hatten mich als Sexualverbrecher bezeichnet. Das hatte starke Nachwirkungen. Ich hatte 10 Jahre grausame seelische Schmerzen, die erst durch Vera Müller aufgehoben wurden, die ich im Behindertenkreis kennengelernt hatte. Die Familie Rickus hat dies getan, um sich an mir zu rächen, weil ihre Intrigen gegen mich keine Früchte trugen.

Otmar Wies war auch sonst ein grausamer Mensch. Er startete regelmäßig mit seinen psychischen Vergewaltigungen, wozu er von seinem Vater Hermann Wies angehalten wurde. Er ließ nichts aus nach dem Motto: Man muss machen, was man nur kann! Und das taten sie alle ausgiebig. Bernhard Christ sagte einmal zu mir: „Wenn sie das nicht mit dir gemacht hätten, wärst du niemals krank geworden.“

Was das Reden anbetrifft, so werden mein Zwillingsbruder und seine Kinder sich wohl nicht mehr mit mir unterhalten, solange sie nicht begreifen, dass sie von den Reckershäusern tagein tagaus belogen worden sind. Falls mein Bruder das begreift, wird er den Kontakt zu mir suchen, denn dann wird er die Wahrheit erfahren wollen. Er weiß, dass ich Daniel, meinem Vater, und ihm die Vollmacht über mein Konto gegeben habe. Davon hat er ohne mein Wissen profitiert. Ich nehme ihm das nicht übel, weil er später eine gewisse Zeit, die für mich sehr wichtig war, immer eine offene Tür für mich hatte. Dass er sich jetzt aber nicht mehr mit mir unterhalten will, finde ich sehr bedauerlich. Daniel hat noch in erheblichem Maße von meiner Vollmacht profitiert, durch all die Zahlungen der Schänder, von denen ich nichts wusste und die ich nie erhalten sollte.

Tatsache ist, dass wenn meine Eltern mich nicht verkauft hätten, dann hätten sie sich in die Familie meines Zwillingsbruders nicht so gut einkaufen können. Gezahlt haben die Schänder, weil sie alle grausame Täter waren und sich an mir vergangen haben. Aber keiner wollte sich das eingestehen, keine wollte ein Täter sein. Wie schrie doch Herbert Eich, als er mitbekommen hatte, dass ich zwei Ausbildungen als Bautechniker (eine in Trier und eine in Kaiserslautern) bestanden hatte und nun auf dem Bauamt saß und statische Berechnungen anstellte: „Das darf doch alles nicht wahr sein. Meine Eltern sind keine Verbrecher.“ Doch sie waren alle mehr als einfache Verbrecher. Wie sagte eine ältere Schänderin: „Man hat sich ja mehr als schuldig gemacht.“

Ich rede mit jedem, der sich ehrlich mit mir unterhalten will. Aber dazu ist ja niemand bereit. Wie sagte einer der Söhne von Rosie und Otto Fuchs: „Mit dem kann man sich nicht unterhalten. Er glaubt noch, er wäre einer, wenn man dies tut und dann würde er noch die Wahrheit erfahren wollen. Die aber kann ihm keiner sagen.“

Mein Zwillingsbruder und seine Familie wollen von meiner Schändung nichts wissen, frei nach dem Motto: Was nicht sein darf, das kann auch nicht sein. Was meine Nichte Esther betrifft, so setzt sie sich an ihrem Arbeitsplatz in der Universität als Sozialwissenschaftlerin für viele soziale Projekte ein, will aber nicht erkennen, dass die soziale Ungerechtigkeit so nahe in der Familie zu finden ist.

Heute bin ich davon überzeugt, dass meine unbewussten Aggressionsausbrüche ihren Grund darin hatten, dass ich mit niemandem über meine inneren Bedürfnisse reden konnte. Wenn ich es versuchte, machte man mich stets mundtot, indem man verbal über mich herfiel, weil sich keiner mit meiner Not auseinandersetzen wollte. So musste sich alles innerlich aufstauen und entlud sich dann in unschönen verbalen Aggressionsausbrüchen meinerseits.

Ich wünsche mich nichts mehr als dass ich mit möglichst vielen Menschen über all das reden kann, wie es ist und wie es war.

Derzeit suche ich eine Person für die Recherche für mein nächstes Buch bei einer Beteiligung am Erlös von 49 %.

(Besse. 27.10.2018)