13 Jahre nachdem ich meinen Zwillingsbruder das letzte Mal gesehen
hatte, klingelte ich an seiner Haustür. Er fragte, was es gebe, und ich
sagte, ich wolle mit ihm reden. Er antwortete, dass es nichts zu reden
gebe. Ich fragte ihn, was ich ihm getan hätte. Er antwortete, ich hätte
ihm nichts getan aber ich solle bitte jetzt gehen.
Wenn er wüsste, was es da noch alles zu reden gäbe. Wenn man einer
Person nichts getan hat und trotzdem niemand mit einem reden will, dann
scheint doch da einiges nicht zu stimmen.
Kürzlich war ich in Kleve, um mit meiner Nichte zu reden. Auch sie
lehnte ein Gespräch mit mir ab, obwohl ich niemals irgendwelche
Differenzen mit ihr gehabt habe. Die Schänderbande hat sie alle
manipuliert.
Meine Nichte Esther war 2 Jahre und ich war schon im Behindertenkreis
und auf Besuch in meinem Elternhaus. Als Esther mich sah, strahlte sie.
Ich sagte: „Na du!“ Und sie sagte: „Na du!“
Mein Vater grinste nur dreckig und hämisch, er wusste damals schon,
dass er unsere Liebe zerstören würde. So hat er mir immer alles
genommen. Eine ältere Schänderin hat einmal auf mich gemünzt gesagt:
„Der hat ja überhaupt nichts.“ Ich hatte niemals so etwas wie Liebe
erfahren. Ich hatte nie so etwas wie wirkliche Verwandtschaft. Nie hielt
jemand wirklich zu mir. Wenn ich überhaupt je Verwandtschaft gehabt
habe, dann waren es meine Nichte und mein Neffe, als sie noch Kinder
waren. Meine Nichte war der einzige Mensch, der mich mal von ganzem
Herzen lieb hatte. Sie sagte ‚mein Dieter‘ oder auch öfter ‚Papa Dieter‘
zu mir. Dann beschwerte sie sich, dass ich immer nur 2 Tage blieb
(länger konnte ich es in Reckershausen nicht aushalten). Als ich
zurückfragte, ob ich länger bleiben solle, sagte sie: „Ja,
Hunderttausend Jahre“.
Auch mein Neffe hatte mich lieb. Er ging mir immer mit dem Gehwagen
nach und rief: „Dieter ist lieb.“ Als ich 1988 in Kanada war, fragte er
oft, wo ich geblieben sei und wann ich wiederkommen würde. Im Alter von
5 oder 6 Jahren wünschte er sich, dass ich sein Patenonkel werde.
Als ich dann von meiner Schändung erfuhr, erzählten die Schänder
ihnen, dass ich mir das alles nur einbilden würde und so kam es, dass
sie sich nicht mehr mit mir unterhalten wollten. Dennoch hat ihre
Kindheit dazu beigetragen, dass ich eine ausgeglichene Beziehung zu
Kindern bekam. Die Schänderbande, vor allem Otmar Wies, schreckte nicht
davor zurück, mir den Kinderschänder anhängen zu wollen. So sagte Otmar
Wies zu Bettina Keim: „Wie kannst du den Dieter ins Haus lassen, der
vergreift sich noch an deinem Kind.“ Aber diese Diffamierung traf mich
nicht wirklich, ich entwickelte keine Ängste und das verdanke ich vor
allem meiner Nichte Esther.
Die Familie Rickus und vor allem ihr Schwiegersohn, Friedhelm Keim,
hatten mich als Sexualverbrecher bezeichnet. Das hatte starke
Nachwirkungen. Ich hatte 10 Jahre grausame seelische Schmerzen, die erst
durch Vera Müller aufgehoben wurden, die ich im Behindertenkreis
kennengelernt hatte. Die Familie Rickus hat dies getan, um sich an mir
zu rächen, weil ihre Intrigen gegen mich keine Früchte trugen.
Otmar Wies war auch sonst ein grausamer Mensch. Er startete
regelmäßig mit seinen psychischen Vergewaltigungen, wozu er von seinem
Vater Hermann Wies angehalten wurde. Er ließ nichts aus nach dem Motto:
Man muss machen, was man nur kann! Und das taten sie alle ausgiebig.
Bernhard Christ sagte einmal zu mir: „Wenn sie das nicht mit dir gemacht
hätten, wärst du niemals krank geworden.“
Was das Reden anbetrifft, so werden mein Zwillingsbruder und seine
Kinder sich wohl nicht mehr mit mir unterhalten, solange sie nicht
begreifen, dass sie von den Reckershäusern tagein tagaus belogen worden
sind. Falls mein Bruder das begreift, wird er den Kontakt zu mir suchen,
denn dann wird er die Wahrheit erfahren wollen. Er weiß, dass ich
Daniel, meinem Vater, und ihm die Vollmacht über mein Konto gegeben
habe. Davon hat er ohne mein Wissen profitiert. Ich nehme ihm das nicht
übel, weil er später eine gewisse Zeit, die für mich sehr wichtig war,
immer eine offene Tür für mich hatte. Dass er sich jetzt aber nicht mehr
mit mir unterhalten will, finde ich sehr bedauerlich. Daniel hat noch in
erheblichem Maße von meiner Vollmacht profitiert, durch all die
Zahlungen der Schänder, von denen ich nichts wusste und die ich nie
erhalten sollte.
Tatsache ist, dass wenn meine Eltern mich nicht verkauft hätten, dann
hätten sie sich in die Familie meines Zwillingsbruders nicht so gut
einkaufen können. Gezahlt haben die Schänder, weil sie alle grausame
Täter waren und sich an mir vergangen haben. Aber keiner wollte sich das
eingestehen, keine wollte ein Täter sein. Wie schrie doch Herbert Eich,
als er mitbekommen hatte, dass ich zwei Ausbildungen als Bautechniker
(eine in Trier und eine in Kaiserslautern) bestanden hatte und nun auf
dem Bauamt saß und statische Berechnungen anstellte: „Das darf doch
alles nicht wahr sein. Meine Eltern sind keine Verbrecher.“ Doch sie
waren alle mehr als einfache Verbrecher. Wie sagte eine ältere
Schänderin: „Man hat sich ja mehr als schuldig gemacht.“
Ich rede mit jedem, der sich ehrlich mit mir unterhalten will. Aber
dazu ist ja niemand bereit. Wie sagte einer der Söhne von Rosie und Otto
Fuchs: „Mit dem kann man sich nicht unterhalten. Er glaubt noch, er wäre
einer, wenn man dies tut und dann würde er noch die Wahrheit erfahren
wollen. Die aber kann ihm keiner sagen.“
Mein Zwillingsbruder und seine Familie wollen von meiner Schändung
nichts wissen, frei nach dem Motto: Was nicht sein darf, das kann auch
nicht sein. Was meine Nichte Esther betrifft, so setzt sie sich an ihrem
Arbeitsplatz in der Universität als Sozialwissenschaftlerin für viele
soziale Projekte ein, will aber nicht erkennen, dass die soziale
Ungerechtigkeit so nahe in der Familie zu finden ist.
Heute bin ich davon überzeugt, dass meine unbewussten
Aggressionsausbrüche ihren Grund darin hatten, dass ich mit niemandem
über meine inneren Bedürfnisse reden konnte. Wenn ich es versuchte,
machte man mich stets mundtot, indem man verbal über mich herfiel, weil
sich keiner mit meiner Not auseinandersetzen wollte. So musste sich
alles innerlich aufstauen und entlud sich dann in unschönen verbalen
Aggressionsausbrüchen meinerseits.
Ich wünsche mich nichts mehr als dass ich mit möglichst vielen
Menschen über all das reden kann, wie es ist und wie es war.
Derzeit suche ich eine Person für die Recherche für mein nächstes
Buch bei einer Beteiligung am Erlös von 49 %.
(Besse. 27.10.2018)