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Meine Schändung
3.) Mein Zwillingsbruder Klaus
Ich bin fest überzeugt, dass es
noch mehr Brüder und Schwestern von mir, genauer gesagt:
Halbgeschwister, in Reckershausen und Umgebung gibt, die den sexuellen
Nötigungen meines Vaters zu verdanken sind.
Mein Zwillingsbruder musste mit
mir – und ich mit ihm – aufwachsen, und so hat man ihm eine genauso
falsche Welt vorgetäuscht wie mir. Ein selbst unbeteiligtes Kind einer
der Schänder bemerkte einmal: „Was haben die denn nur mit denen gemacht,
dass sie von all dem nichts mitbekommen haben, was man ihnen angetan
hat?“
Man hat uns so gedemütigt und
vergewaltigt, dass wir von all dem nichts wirklich begreifen konnten.
Wenn über die Schändung und ihre Folgen gesprochen wurde, verdrängten
wir das zwangsläufig ins Unbewusste.
Manchmal kann ich heute noch
hören, wie Walter Echternacht, als wieder einmal über meinen
Zwillingsbruder und mich gesprochen wurde, zu den anderen sagte: „Man
weiß ja, was mit denen los ist.“ Nur wir beide wussten es nicht. Uns hat
man eine falsche Welt vorgemacht, und mein Zwillingsbruder Klaus lebt
heute noch in dieser vorgespiegelten Welt. Deshalb hat er, nachdem ich
mein drittes Buch <Das Erbe der Schändung> veröffentlicht und alle
Schänder mit ihrem richtigen Namen erwähnt hatte, eine Gegendarstellung
veröffentlicht, in der er all die von mir vorgebachten Anschuldigungen
als Einbildungen einer schizophrenen Seele darstellte, die seiner
Meinung nach die wahren Verhältnisse und Ereignisse nicht verstehen
konnte. Daran glaubt er auch heute noch und lehnt jedes Gespräch mit mir
ab. Sie haben ihn so weit manipuliert, dass er sich jeden Kontakt mit
mir verweigert. Die Schänderbande gönnt mir nicht einmal aufarbeitende
Gespräche mit meinem Zwillingsbruder, die für mich und meine Gesundheit
von großer Bedeutung wären.
Er spürt insgeheim, dass es dann
mit seiner Lebenslüge, in der er sich eingerichtet hat, vorbei wäre.
Dann wäre er nicht mehr der ‚liebe Klaus‘, der alles zuzudecken hilft.
Die Reckershäuser haben ihn zum Vorsitzenden des Kulturvereins gewählt,
sie haben ihm ein <Amt> gegeben, damit er sich integriert fühlt, ein
<Amt>, dem aber keinerlei Entscheidungsmacht innewohnt. Er darf die
Arbeit machen, mit der sich andere nicht abgeben wollen, die in Wahrheit
den Ton angeben. Da, wo die zentralen Entscheidungen fallen, im
Gemeinderat, da wollte man ihn nicht haben. Bei seiner Kandidatur
erhielt er zwar einige Stimmen, aber längst nicht genug, um einen Sitz
in dem Gremium zu erlangen. So hält man ihn bei Laune und führt ihn an
der Nase herum. So wird um ihn und seine Familie herum eine Fassade
aufgebaut, damit er sich nicht doch noch auf meine Seite schlägt und
mich vielleicht sogar unterstützen könnte. Das würde er wohl tun, wenn
er endlich begreifen würde, dass er nur ein nützlicher Bauer in einem
Schachspiel ist, das ganz andere spielen.
(Besse. 01.07.2017)
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