Othmar Wiess wurde schon in frühester Kindheit von seinem Vater
Hermann Wiess angehalten, mich, den Geschändeten, psychisch zu
vergewaltigen und zu quälen. Othmar Wiess war, solange er mein Nachbar
war (31 JAHRE), mein grausamer psychischer Vergewaltiger. Wie sagte er
einmal: Was wir mit dem [also mit mir] gemacht haben, darf niemals an
die Öffentlichkeit kommen. Nicht das, was die Jungen und nicht das, was
die Alten mit mir gemacht haben. Er sah es als selbstverständlich an,
dass man einen, der so grausam psychisch vergewaltigt wurde, wie sie es
mit mir gemacht haben, und der daher psychische Aggressionsausbrüche
zeigte, auf das Äußerste weiterquälen konnte. Und das tat er immer
wieder ausgiebig. Mit den Worten: Die hat er mal wieder, die nimmt ihm
kein Doktor mehr ab. Und dabei weiß ich bis heute nicht, was ich ihm
getan hätte.
Als Junge ging er einmal, in der Scheune wartend, auf mich mit der
Heugabel los. Er erwischte aber meinen Zwillingsbruder und stach ihm
mitten in die Stirn. Als unser Vater darüber empört war, rief seine
Mutter, Erna Wiess, lachend aus dem Fenster: Ja, es war ja der Falsche.
Unser Vater schüttelte den Kopf und sagte: Nein. Er brauchte mich noch,
um seine Interessen gegen die Mitschänder durchzusetzen.
Othmar Wiess vergewaltigte mich immer. Meine Garage war gegenüber
seinem Wohnhaus, und stets wenn ich meine Garage aufsuchte, spürte ich
ein unangenehmes Ziehen im ganzen Körper. Er verstand es, mir mit
Geräuschen und anderen Überraschungen Angst zu machen. Mit 60 Jahren
begriff ich, dass ich ihm gegenüber öfter unbewusste
Aggressionsausbrüche hatte. Die waren hervorgerufen durch die
psychischen Vergewaltigungen, zu denen die Schänder ihre Kinder immer
anhielten. Diese unbewussten Aggressionsausbrüche sind entstanden, weil
mein Vater, mein psychischer Vergewaltiger, mich immer wieder auf das
Äußerste drangsalierte. Ich aber konnte mit niemandem über meine Gefühle
und Bedürfnisse reden.
Ein beliebtes Spiel von Othmar Wiess war, mich von meinem Grundstück
zu locken, mich auszufragen und dann wieder abzuschieben. Das
funktionierte, weil ich alle Menschen in Reckershausen noch mit 35
Jahren für anständige Leute hielt. Wenn er mich ausgefragt hatte, dann
rief ihn seine Mutter oder seine Frau. So machte er für alle den
Dorfspion. Das machte seine Frau Birgit auch mit meiner Schwägerin,
Marita Kemmer. Damit machte sie diese unwissend zur Verräterin. Wie
sagte Othmar Wiess immer: Das hat die Marita doch gesagt.
Später, als ich schon offiziell krank war, trieb er mich durch seine
Stimme, die ich unterbewusst hörte, in den Selbstmordversuch. Seine
Stimme drängte mich, Hand an mich zu legen und ich begann, am Handgelenk
und am Hals zu schneiden. Seine Stimme, die ich hörte, sagte: Du musst
dich jetzt umbringen. Es kann niemand ertragen, dass du noch lebst. Doch
eine andere Stimme, die ich einer jungen Frau zuordnete, die ich kannte,
sagte zu mir: Du brauchst dich nicht umzubringen, wir wollten nur sehen,
ob du es wirklich machst. Damit war mein Leben erst einmal gerettet.
Dass Othmar Wiess mich in den Selbstmordversuch getrieben hat, nehme ich
ihm nicht wirklich übel, denn mit meinem Tod hätte er mir damals einen
riesigen Gefallen getan, denn in dieser Zeit wünschte ich mir nichts
mehr als den Tod. Aber wofür ich ihm abgrundtief verachte, ist die
Tatsache, dass ich einmal in der Psychiatrie in einem kritischen
Krankheitszustand von seiner Stimme bedrängt wurde. Seine Stimme
verlangte: Sag jetzt laut: Ich bin ein Schwein. Seine Stimme quälte mich
so, dass ich es tatsächlich laut sagte. Es war außer mir niemand in
Raum, so konnte es niemand hören. Aber dies war eine der größten
Demütigungen, die ich je erfahren habe. Die wahren Schweine waren Othmar
Wiess und andere: Engelbert Christ, Hermann Josef Krämer, Friedhelm
Keim, Anton Kuhn und dergleichen. Engelbert Christ vergewaltigte mich
nicht nur selbst, er hetzte auch andere noch auf, es ihm gleich zu tun.
So mit den Worten: Würdest du Verständnis dafür haben, was wir mit dem
machen. Nein, sagten die anderen: Dann nichts wie auf ihn, nicht dass er
sich auf einmal noch erholt. Was Hermann Josef Krämer betrifft, so sagte
einmal Manfred Keim zu ihm, als Krämer mich wieder einmal vergewaltigte:
Er ist ein Mensch wie jeder andere. Hermann Josef Krämer antwortete: Das
ist doch kein Mensch. Meinst du vielleicht, ich wollte Gewissensbisse
haben.
Für die Schänder und ihre Kinder besaß ich keine Menschenrechte. Wenn
ich kein Mensch war, dann hatten sie alle nichts verbrochen. Sie
benahmen sich alle wie Verbrecher, wollten aber keine sein. Wie sagten
sie: Wir können doch wegen dem nicht alle zu Verbrechern werden. Der hat
hier einfach nichts verloren. So hielt es jeder für ganz normal, mich
grausam zu quälen. Wie sagte einmal Hermann Josef Krämer: Der hat es
auch verdient, wenn er nichts gemacht hat. Friedhelm Keim wollte mich
beim Aufstellen seines Dachstuhls vom Dach stürzen. Es sollte aussehen
wie ein Unfall. Abends auf dem Richtfest sagte er dann zu mir: Hast du
gesehen, plötzlich ging es nicht mehr weiter. Er hatte mich beim
Verlegen eines Dachsparrens beinahe zum Straucheln gebracht.
Othmar Wiess erzählte überall, ich sei ein Kinderschänder. Sie
behaupteten das von mir, was sie eigentlich an mir verbrochen hatten.
Wenn er mich wieder einmal vergewaltigt hatte, lief er oft feige und
hinterhältig weg mit den Worten: Mit dem kannst du ja alles machen, der
ist ja so blöd. Sie waren alle zu keinem ehrlichen und freundlichen
Gespräch mit mir in der Lage. Sie waren zu feige, sich der Wahrheit zu
stellen. So ging Friedhelm Keim nicht in die entsprechende Kneipe, als
er sah, dass ich anwesend war. Ich aber bin bereit, mit jedem zu reden,
der es ehrlich mit mir meint.