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Meine Schändung

 

8.2) Der brutale und grausame Mensch Othmar Wiess

Othmar Wiess wurde schon in frühester Kindheit von seinem Vater Hermann Wiess angehalten, mich, den Geschändeten, psychisch zu vergewaltigen und zu quälen. Othmar Wiess war, solange er mein Nachbar war (31 JAHRE), mein grausamer psychischer Vergewaltiger. Wie sagte er einmal: Was wir mit dem [also mit mir] gemacht haben, darf niemals an die Öffentlichkeit kommen. Nicht das, was die Jungen und nicht das, was die Alten mit mir gemacht haben. Er sah es als selbstverständlich an, dass man einen, der so grausam psychisch vergewaltigt wurde, wie sie es mit mir gemacht haben, und der daher psychische Aggressionsausbrüche zeigte, auf das Äußerste weiterquälen konnte. Und das tat er immer wieder ausgiebig. Mit den Worten: Die hat er mal wieder, die nimmt ihm kein Doktor mehr ab. Und dabei weiß ich bis heute nicht, was ich ihm getan hätte.

Als Junge ging er einmal, in der Scheune wartend, auf mich mit der Heugabel los. Er erwischte aber meinen Zwillingsbruder und stach ihm mitten in die Stirn. Als unser Vater darüber empört war, rief seine Mutter, Erna Wiess, lachend aus dem Fenster: Ja, es war ja der Falsche. Unser Vater schüttelte den Kopf und sagte: Nein. Er brauchte mich noch, um seine Interessen gegen die Mitschänder durchzusetzen.

Othmar Wiess vergewaltigte mich immer. Meine Garage war gegenüber seinem Wohnhaus, und stets wenn ich meine Garage aufsuchte, spürte ich ein unangenehmes Ziehen im ganzen Körper. Er verstand es, mir mit Geräuschen und anderen Überraschungen Angst zu machen. Mit 60 Jahren begriff ich, dass ich ihm gegenüber öfter unbewusste Aggressionsausbrüche hatte. Die waren hervorgerufen durch die psychischen Vergewaltigungen, zu denen die Schänder ihre Kinder immer anhielten. Diese unbewussten Aggressionsausbrüche sind entstanden, weil mein Vater, mein psychischer Vergewaltiger, mich immer wieder auf das Äußerste drangsalierte. Ich aber konnte mit niemandem über meine Gefühle und Bedürfnisse reden.

Ein beliebtes Spiel von Othmar Wiess war, mich von meinem Grundstück zu locken, mich auszufragen und dann wieder abzuschieben. Das funktionierte, weil ich alle Menschen in Reckershausen noch mit 35 Jahren für anständige Leute hielt. Wenn er mich ausgefragt hatte, dann rief ihn seine Mutter oder seine Frau. So machte er für alle den Dorfspion. Das machte seine Frau Birgit auch mit meiner Schwägerin, Marita Kemmer. Damit machte sie diese unwissend zur Verräterin. Wie sagte Othmar Wiess immer: Das hat die Marita doch gesagt.

Später, als ich schon offiziell krank war, trieb er mich durch seine Stimme, die ich unterbewusst hörte, in den Selbstmordversuch. Seine Stimme drängte mich, Hand an mich zu legen und ich begann, am Handgelenk und am Hals zu schneiden. Seine Stimme, die ich hörte, sagte: Du musst dich jetzt umbringen. Es kann niemand ertragen, dass du noch lebst. Doch eine andere Stimme, die ich einer jungen Frau zuordnete, die ich kannte, sagte zu mir: Du brauchst dich nicht umzubringen, wir wollten nur sehen, ob du es wirklich machst. Damit war mein Leben erst einmal gerettet. Dass Othmar Wiess mich in den Selbstmordversuch getrieben hat, nehme ich ihm nicht wirklich übel, denn mit meinem Tod hätte er mir damals einen riesigen Gefallen getan, denn in dieser Zeit wünschte ich mir nichts mehr als den Tod. Aber wofür ich ihm abgrundtief verachte, ist die Tatsache, dass ich einmal in der Psychiatrie in einem kritischen Krankheitszustand von seiner Stimme bedrängt wurde. Seine Stimme verlangte: Sag jetzt laut: Ich bin ein Schwein. Seine Stimme quälte mich so, dass ich es tatsächlich laut sagte. Es war außer mir niemand in Raum, so konnte es niemand hören. Aber dies war eine der größten Demütigungen, die ich je erfahren habe. Die wahren Schweine waren Othmar Wiess und andere: Engelbert Christ, Hermann Josef Krämer, Friedhelm Keim, Anton Kuhn und dergleichen. Engelbert Christ vergewaltigte mich nicht nur selbst, er hetzte auch andere noch auf, es ihm gleich zu tun. So mit den Worten: Würdest du Verständnis dafür haben, was wir mit dem machen. Nein, sagten die anderen: Dann nichts wie auf ihn, nicht dass er sich auf einmal noch erholt. Was Hermann Josef Krämer betrifft, so sagte einmal Manfred Keim zu ihm, als Krämer mich wieder einmal vergewaltigte: Er ist ein Mensch wie jeder andere. Hermann Josef Krämer antwortete: Das ist doch kein Mensch. Meinst du vielleicht, ich wollte Gewissensbisse haben.

Für die Schänder und ihre Kinder besaß ich keine Menschenrechte. Wenn ich kein Mensch war, dann hatten sie alle nichts verbrochen. Sie benahmen sich alle wie Verbrecher, wollten aber keine sein. Wie sagten sie: Wir können doch wegen dem nicht alle zu Verbrechern werden. Der hat hier einfach nichts verloren. So hielt es jeder für ganz normal, mich grausam zu quälen. Wie sagte einmal Hermann Josef Krämer: Der hat es auch verdient, wenn er nichts gemacht hat. Friedhelm Keim wollte mich beim Aufstellen seines Dachstuhls vom Dach stürzen. Es sollte aussehen wie ein Unfall. Abends auf dem Richtfest sagte er dann zu mir: Hast du gesehen, plötzlich ging es nicht mehr weiter. Er hatte mich beim Verlegen eines Dachsparrens beinahe zum Straucheln gebracht.

Othmar Wiess erzählte überall, ich sei ein Kinderschänder. Sie behaupteten das von mir, was sie eigentlich an mir verbrochen hatten. Wenn er mich wieder einmal vergewaltigt hatte, lief er oft feige und hinterhältig weg mit den Worten: Mit dem kannst du ja alles machen, der ist ja so blöd. Sie waren alle zu keinem ehrlichen und freundlichen Gespräch mit mir in der Lage. Sie waren zu feige, sich der Wahrheit zu stellen. So ging Friedhelm Keim nicht in die entsprechende Kneipe, als er sah, dass ich anwesend war. Ich aber bin bereit, mit jedem zu reden, der es ehrlich mit mir meint.